CHEZ KRÖM

Nein, es ist kein Aprilscherz. Diesen Monat haben wir sozusagen drei Kaffees des Monats. Alle drei kommen von der KAFFEERÖSTEREI MAGDEBURG, kurz KRÖM. Zum einen gibt es ein streng limitiertes Osterspecial – ein kolumbianischer Castillo Natural / Single Variety – von dem insgesamt nur 100 Tüten existieren – hiervon konnte ich vier Stück für euch ergattern. Jede Packung ist numeriert und vom Künstler Max Grimm handsigniert. Ein ganz besonderes Osterpräsent also.

Dann gibt es zusätzlich den FLORES DEL CAFE. Dieser Roast aus NICARAGUA war ursprünglich für die Aktion Frühlingserwachen der Stadt gedacht. Weil diese wegen der steigenden Inzidenz abegesagt wurde, starten wir im Café Mit Liebe einfach unsere eigene Frühlingsaktion, unter anderem mit dieser Röstung, deren Etikett auch von Max Grimm sehr schön in Szene gesetzt wurde. Passend zur Jahreszeit zeigt es ein wunderbares, florales Motiv. Je nach Zubereitungsart hat der Kaffee Noten von dunkler Schokolade, Mandeln, Marzipan und Nougat.

Und der dritte im Bunde ist der eigentliche Kaffee des Monats, eine Bohne aus VIETNAM. Hierbei handelt es sich um den ersten Kaffee, den ich aus Vietnam getrunken habe. Ich war aber sofort von ihm angetan. Der VIETNAM Zanya ist der zweite direct trade Kaffee im Sortiment der KRÖM. Der Kaffee wird in der Region Dalat vom Slovaken Marian Takac und seiner Frau Jan Lim angebaut. Die Familie von Lim gehört zur ethnischen Minderheit der K’ho und baut seit Generationen Kaffee im Hochland Dalats an. Zusammen mit den innovativen Ideen von Marian beim aufbereiten des Kaffees, haben sie die Qualität des auf eine neues Niveau gehoben, welches den negativen Vorurteilen vietnamesischem Kaffee gegenüber widerspricht.

Röstung des Monats.

Land/Region: Vietnam/Dalat // Aufbereitung: washed // Anbauhöhe: 1500-1600m // Varietät: Catimot, Caturra, Bourbon, Tipica // Hauptnote: Schwarzer Tee, Mandel // Mundgefühl: 5/10 – geschmeidig // Säure: 3/10 – frisch

Hier beschreibt Julian, Inhaber der Rösterei, einmal selbst seine Philosophie:“Wir als Röster beziehen Rohkaffee, der bereits viele Produktionsschritte durchlaufen hat. Uns ist es sehr wichtig, dass jeder der an der Produktions- und Lieferkette beteiligt ist ein faires Einkommen mit seiner Arbeit erzielt. Das schließt sowohl die Kaffeefarmer als auch unsere eigenen Mitarbeiter ein. Wir beziehen weltweit hervorragende Rohkaffee-Qualitäten und achten sehr auf die Ernte- und Produktions- bedingungen in den Anbauländern. Unsere mittelfristiges Ziel ist es, alle unsere Rohkaffees direkt bei den Farmern zu beziehen, um so einen sehr großen Teil der Wertschöpfung im Anbauland des Kaffees zu generieren. Nur so können die Kaffeefarmer langfristig den Anbau des Rohkaffees auf höchstem Niveau fortsetzen. Im Bereich der Filterröstung fühlen wir uns besonders wohl. Wir rösten vor allem in den Bereichen New England bis City. Hier können wir mit hellen Röstungen die spezifischen Charakteristika des jeweiligen Rohkaffees besondern gut aufzeigen. Wir empfehlen unsere Filterkaffees zu jeder Gelegenheit zu trinken. Unsere Espresso-Röstungen sind auch von einer, eher helleren Röstphilosophie geprägt. Wir rösten hier in den Bereichen Full City Plus bis Light French. Deutlich dunklere Röstgrade wie Italian liegen außerhalb unserer Idee vom Rösten. Einige unserer mittleren Röstungen sind sogenannte Omniroasts, die sowohl für die Espresso- als auch die Filterzubereitungsmethoden geeignet sind.“  (Quelle: KRÖM)

Jetzt seid ihr dran. Holt euch im April euren Lieblingskaffee aus MAGDEBURG nach Hause. Alle drei Kaffees sind für nahezu alle Zubereitungsmethoden geeignet. Falls ihr immer noch nicht fündig geworden seid, gibt es von der KRÖM noch eine limitierte Röstung aus ÄTHIOPIEN und einen Omniroast aus PAPUA NEUGUINEA in unserem Regal. Mehr kann ich nun wirklich nicht für euch tun.

Schöne Ostertage mit noch schönerem Kaffee wünsche ich. Wir sehen uns am Fenster. Bis dahin, euer Ralph.

Unheimlich…

…das ging ja wieder schnell vorbei mit dem Februar. Und das bedeutet, es ist Zeit für eine neue Monatsröstung. Diesmal fiel meine Wahl auf eine kleine BIO zertifizierte Rösterei aus dem schönen Saarbrücken. Wer hat jetzt an die Gewitteroma gedacht? Der Name ist BLACK HEN. Dieser kleine Betrieb hat sich Transparenz, hohe Qualität und besondere Bohnen auf die Fahne geschrieben. Das Ganze wurde noch mit einem BIO Siegel komplettiert.

Hier beschreiben sich die Kollegen aus Saarbrückem einmal kurz selbst:

„Black Hen – Rösthandwerk Saarbrücken ist eine regionale Kaffeerösterei für außerordentlichen Spezialitätenkaffee aus biologischem Anbau. Für uns ist Kaffee keine Massenware. Es ist unser Anspruch, das Bewusstsein und die Wertschätzung für den nuancenreichen Geschmack von Kaffee stärker in den Vordergrund zu stellen. Denn der Konsum von Kaffee dient nicht allein dem Zweck, unser Blut mit Koffein anzureichern und den morgendlichen Nebel aus dem Kopf zu vertreiben, sondern stellt den Inbegriff von kulinarischem Genuss dar.

Neben der hohen Qualität unserer Produkte (SCA Score > 84 Punkte) ist uns die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Farmern und Importeuren unseres Kaffees besonders wichtig. Deshalb kaufen wir möglichst direkt bei kleinbäuerlichen Produzentengemeinschaften ein und zahlen mehr als faire Preise.

Wo heute unser moderner Trommelröster steht und uns dabei hilft, eine konstant hohe Qualität zu liefern, hat Handwerk eine lange Tradition. In einer alten Schreinerei im Herzen von Saarbrücken, die inzwischen eine Gewürzmanufaktur und unsere Rösterei beherbergt, arbeiten wir an den perfekten Röstprofilen für unsere Kaffees.

Wir betrachten unseren Röststil als Suche nach der perfekten Mitte: Dunkel genug, um Süße und Tiefe zu entwickeln, hell genug, um die Feinheiten wie Beeren-, Zitrus- oder Schokoladenaromen usw. intakt zu lassen. Unser Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem Finden des Sweet Spots – der Punkt, an dem Kaffee seinen vollen Geschmack entfaltet und einen wirklich umhaut. Damit wir maximales Kaffeearoma und Frische bieten können, rösten wir wöchentlich in kleinen Chargen. (Quelle: Black Hen)

Der Kandidat für den Monat März ist eine wahre Fruchtbombe! Der Filterkaffee “EL ABUELO” ist ein Natural und benannt nach dem ältesten Kaffeefarmer der Partnerkooperative von BLACK HEN – Capucas in Honduras – von welcher der Kaffee direkt importiert wird.

Diese Fruchtbombe macht Lust auf mehr…

Das Besondere an natural aufbereiteten Kaffees ist, dass die Bohnen nach der Ernte in der Kaffeekirsche sonnengetrocknet werden. So nehmen sie vor der weiteren Verarbeitung das volle Fruchtaroma auf.

Der EL ABUELO glänzt daher durch sein großartiges Aroma von dunklen Beerenfrüchten und Schokolade.

ANBAU / Land: Honduras / Region: Copán, LasCapucas / Topografie: Hügelregion / Höhe: 1200-1700m ü. NN / Varietäten: Caturra,Parainema, Lempira, Catuaí, I-90, Obatã

AUFBEREITUNG / Ernte: Handselektion / Art: Trocken (natural)

Wieder einmal eine ganz besondere Tasse, die ihr definitiv probieren solltet. Falls jetzt fruchtige Kaffees nicht so euer Fall sind, gibt es noch einige andere Röstungen aus Saarbrücken in unserem Sortiment. Unter anderem ist auch ein Espresso aus Peru am Start. Also an dieser Stelle wie immer der kleine Tipp: Ab zum Café und fleissig durch unser Kaffeeregal testen.

Bis dahin, Euer Ralph.

Is‘ ja Bombe!

Hi folks. Diesmal gibt es um den Kaffee des Monats eine etwas ungewöhnliche Story. Kam doch this time tatsächlich die Anfrage von einer ausländischen Rösterei, ob wir nicht an deren Kaffee interessiert wären. Was für eine Frage – her mit den Samples. So geschah es dann, dass ein Päckchen aus Tschechien, genauer genommen aus Ostrava, seinen Weg in unsere schöne Monheimer Altstadt fand. Das Ganze sah schon auf den ersten Blick sehr ansprechend aus. Gelabelter Karton, die Bohnen in kleine, durchsichtige Sampletütchen verpackt, welche einem sofort einen Blick auf die hell bist mittel gerösteten Kaffees erlaubte. Und was soll ich sagen? Die Bohnen von FATHER’S hielten, was sie auf den ersten Blick versprachen. Sehr ausgewogene Röstungen mit präzisen Röstprofilen fanden den Weg in meine Tasse. Da fiel es mir natürlich nicht besonders leicht aus dieser Auswahl einen Kaffee als Monatsröstung zu entscheiden.

From Ostrava with love.

Letztendlich wurde es dann der BOMBE aus Äthiopien. Diese Varietät kannte ich bereits von diversen anderen Röstereien in verschiedenen Aufbereitungen wie natural oder anaerob fermentiert. Unsere Variante ist nun die zuerst gewaschene, dann trocken fermentierte. Du findest in deiner Tasse einen sehr weichen Schluck, welcher an schwarzen Tee mit Honig erinnert. Weiterhin betört der Kaffee aus der Region Sidama mit Aromen von süsser Aprikose, Jasmin und Bergamotte.

„We’re a Father’s coffee roastery. Speciality coffee from Ostrava. A small family business, a big dream come true. Dad is roasting, mom is passionately tasting, and growing kids are watching enthusiastically.“

Und weil ich diesen Roast wieder einmal so abgefahren finde, gibt es für euch im Regal auch die Espresso Variante. Falls ihr euch nicht an diese Tasse rantraut, gibt es auch noch ein paar andere nice Filterkaffees von FATHER’S im Laden plus einen schönen klassischen Espresso aus Brasilien. Sucht euch einfach euren Favoriten aus oder kauft sie einfach alle. Es lohnt sich. Ohren weiter steifhalten und bis bald mal, euer Ralph.

King Kong(o)

Diese Jungs haben mir mit ihrem Kaffee schon diverse Morgende gerettet. Wenn ich in Hamburg verweile, dann meist in einem Hotel direkt im Zentrum des Geschehens. Beim reichhaltigen Frühstücksangebot verzichte ich allerdings dankend auf das Heißgetränk aus dem Vollautomaten. Frisch gestärkt mache ich mich also auf den Weg in die direkte Nachbarschaft, um meine morgendliche Ration Koffein zu mir zu nehmen. Und da ist Playground Coffee immer eine nahe und sehr gute Adresse. Na ja, immer ist relativ, da das ja alles momentan nicht möglich ist. Also Kaffee to go bei Playground ginge ja, aber privat nach Hamburg reisen und im Hotel übernachten eher nicht. Deswegen hole ich einfach ein Stückchen Hamburg in Form von schicken Kaffeebohnen nach Monheim am Rhein.

Bei der Röstung des Monats ist meine Wahl auf den KING KONGO, einen leckeren Filterlaffee von der Kawa Kanzururu Cooperative, gefallen.

Herkunft: Demokratische Republik Kongo Varietät: Bourbon Processing: Gewaschen Geschmack: Schokoladig, würzig

Pünktlich zum neuen Jahr gibt es ein komplettes Makeover für die individuell gestaltetenVerpackungen.

Hier stellen sich die Jungs aus Hamburg mal kurz selber vor:

„PLAYGROUND COFFEE – was soll das heißen? Kaffeesackhüpfen? Milchtopfschlagen? Mahlen nach Zahlen? Für uns ist Playground ein Spielplatz für unsere Ideen. Eine Möglichkeit, immer wieder Neues auszuprobieren. Egal, ob am Kaffeeröster, hinter der Espressomaschine oder mit dem Handfilter. Unsere einzige Konstante: die Liebe zum Kaffee und die Qualität des Produkts. Dazu beziehen wir die Bohnen für unsere Röstkreationen von Farmen aus aller Welt – nachhaltig, fair, abwechslungsreich und lecker. Ein Spielplatz nicht nur für uns, sondern für alle Kaffeeliebhaber, um neue Geschmacksprofile zu entdecken, mehr über Kaffee zu lernen oder ihn einfach zu genießen. Playground Coffee – das sind wir: Velli und Matze. Seit 2014 rösten wir gemeinsam mit viel Liebe und Leidenschaft unseren Kaffee in Hamburg. Was mit einem kleinen Tresen in einem befreundeten Burger-Restaurant begann, ist nun zu unserem größten Herzensprojekt geworden – und wir können mit Stolz sagen, dass Playground Coffee mittlerweile zu den besten Röstereien Europas gehört. Unser Ziel war es von Anfang an, aus einem Massenartikel ein Qualitätsprodukt zu machen, das für jeden zugänglich ist und einfach Spaß macht. Neben unseren individuell designten Verpackungen liegt unser Augenmerk natürlich besonders auf deren Inhalt: Hand verlesener Kaffee von Farmen aus verschiedenen Ländern. Dabei steht für uns immer im Vordergrund: Die langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit mit den Farmern, den Importeuren und Zulieferern – und das schmeckt man in jeder Tasse!“

(Quelle: Playground Coffee Hamburg)

Besorgt euch also diesen leckeren Kaffee für den Filter oder die Stempelkanne / Frenchpress. Genießt die schokoladigen, würzigen Noten. Und falls ihr mehr auf beerig steht, ist für euch natürlich auch eine Röstung (GUJIRA) am Start.

Und um es mit einer befreundeten Rösterei aus Münster zu sagen: „OHREN STEIFHALTEN!“

Bis bald, euer Ralph.

Total verrücktes Schaf

Spätestens seitdem ich Simons Wettbewerbskaffee für die diesjährigen deutschen Filterkaffeemeisterschaften (leider auch Covid 19 zum Opfer gefallen) probiert habe, bin ich Fan seiner Arbeit. Simon Bayer. seines Zeichens Headroaster von Crazy Sheep, ist verantwortlich für das, was wir in unseren Filtern und/oder Maschinen vorfinden. Es ist die erste Kaffeemanufaktur, die den Kaffee nicht nur nach Röstgrad, Säure, Intensität und Geschmack zertifiziert – nein – ganz oben auf der Liste steht der Crazyness Faktor.

Speziell für die Weihnachtszeit hat Crazy Sheep aus Bayreuth einen sortenreinen Brasilianer für alle Kaffeeverliebten in die Trommel geschmissen. Der „natural“ aufbereitete Kaffee ist als Espresso- und Filterkaffeeröstung mit nussigen Aromen und leichtem Geschmack von Pralinen zu haben. Natürlich habe ich beide bestellt, versteht sich doch von selbst.

Unsere limitierte Weihnachtsedition

Hinzu kommt auch noch die komplette Palette der streng limitierten Single Origin Kaffees aus Äthiopien, Kenia, Burundi und Uganda. Hiermit kann man jedem Coffeenerd unterm Weihnachtsbaum ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wählt einfach die für euch passenden Bohnen aus – aber seid schnell – das Angebot ist, wie gesagt, limitiert. Eine gewisse Analogie zur Weihnachtsgeschichte und deshalb auch total in die Jahreszeit passend zeichnet sich bei Crazy Sheep ab, wenn diese ihre Story hinter ihrem Logo erzählen:

„Die Legende besagt, dass die Kaffeepflanze erstmals in Äthiopien entdeckt wurde. Hirten haben beobachtet, dass ihre Schafe Früchte von einem Strauch gefressen haben. Am Abend sind sie nicht zur Ruhe gekommen und verhielten sich anders – aufgekratzt und verrückt.

Die Hirten wurden neugierig, haben die Früchte auch probiert und die Kerne ins Feuer gespuckt. Die Kaffeebohnen haben durch die Röstung einen wunderbaren Duft verbreitet, so dass die Hirten mit den belebenden Wunderkirschen und gerösteten Kernen zum Dorfältesten gegangen sind.Dieser setzte mit den Kirschen und Bohnen einen Sud an – die Geburtsstunde des Kaffees.

Und da wir mindestens genauso verrückt nach gutem Kaffee sind, haben wir als Maskottchen das Schaf gewählt. Um das Ganze auf uns anzupassen haben wir uns einen trendigen Graffiti Künstler aus Berlin mit ins Boot geholt. So entstanden unser gesamtes Logo und unsere Etiketten auf den Verpackungen. Individuell auf alle Sorten abgestimmt erscheint unser CRAZY SHEEP im entsprechendem mood.“ (Quelle: Crazy Sheep Coffee)

Also, macht euch trotz allem eine schöne Zeit mit noch schönerem Kaffee. Wir sehen uns dann im Café, Euer Ralph.

News from the backyard

Besondere Zeiten, besonderer Kaffee, Teil 2. Wieder einmal stehen wir vor einer Schließung der Gastronomie. Als ich mit Wolfram von backyard coffee in Frankfurt am Main kommuniziert habe, um euch auch in diesem Monat wieder einen ganz besonderen Kaffee präsentieren zu können, stand dies allerdings noch nicht fest. backyard coffee hat viele ausgefallene Bohnen im Angebot und so kommt es, dass ich meinen allerersten Kaffee aus KAMERUN probieren konnte. Und weil es bisher noch keine Röstung des Monats aus Kamerun bei uns gab, ist es im November 2020 endlich so weit. Der NWRANGI kommt aus der Region NKAMBE und wurde gewaschen aufbereitet. Fein nuancierte Noten von Rohrzucker, Kakao, Tahiti-Vanille und Melone zeichen den Nwangri aus. Eine hohe Süße und eine dezente Säure runden den Charakter dieses eleganten Filterkaffees ab.

Monkey business.

Hier beschreiben die Jungs von backyard coffee einmal selbst den eigenen Anspruch an ihre Arbeit:
„backyard coffee ist nicht irgendeine Kaffeerösterei, wir sind auf der Suche nach Perfektion. Wir machen Dinge nicht, weil man sie schon immer so gemacht hat. Wir betrachten die Dinge oft genau von der anderen Seite. Warum muss das so sein? Geht das nicht besser? Wir lieben es, Grenzen zu verschieben und neue Dinge heraus zu arbeiten. Konsequent suchen wir die besten Rohkaffees und entwickeln in akribischer Detailarbeit Rezepte für deren Röstung. Dem Ziel höchster Qualität ordnen wir alle anderen Dinge unter. Bei uns kauft, wer auf der Suche nach dem Besonderen ist. Mit den Preisen von Massenware und Durchschnittskaffees können wir nicht mithalten – und wollen es auch nicht.
Unsere Kaffees gehören zu den Besten einer Erntesaison. Wir arbeiten mit raren Kaffees, Kleinsternten mit besonderen und differenzierten Charaktermerkmalen. Unser Sortiment wechseln wir regelmäßig über das Jahr, um immer frische und saisonale Kaffees bieten zu können. In der Gastronomie ist unser Kaffee nur dort zu finden, wo dieser professionell und handwerklich korrekt zubereitet werden kann.“ (Quelle: backyard coffee)

Erstmals in der Geschichte dieses blogs drucke ich eine Brühempfehlung des Rösters ab. So habt ihr die Möglichkeit zu Hause das Optimum aus dieser schönen Bohne herauszuholen.

Zubereitungsempfehlung von backyard coffee: Brühtemperatur: 93°C, Dosis: 23 g, Brühzeit: 3 Minuten, Wasser: 250 g. Kleiner Tipp von mir: blooming nicht vergessen – sprich das Mahlgut mit 50 ml Wasser befeuchten und 30 Sekunden warten, bevor ihr mit dem eigentlichen Brühvorgang startet.

Wie immer gibt es in unserem Regal noch einige weitere spannende Röstungen von den Jungs aus Frankfurt, sowohl Espresso als auch Filter. Besonders ans Herz lege ich euch den natural aufbereiteten Espresso aus Äthiopien – der schmeckt wirklich abgefahren nach Erdbeeren. Ihr erkennt ihn an der blauen Tüte. Unser to go Fenster ist während des Lockdowns Di. bis So. von 9.30 bis 16.00 Uhr für euch geöffnet. Also schaut gerne vorbei und konsumiert hemmungslos nach Lust und Laune. Wir sehen uns live vor Ort.

Badass coffee

Der Kaffee des Monats Oktober heisst: Finca El Placer – Filter Microlot / Colombia und wird in Köln von Benjamin Pozsgai geröstet. Pünktlich zur Eröffnung seine eigenen Ladens finden sein aussergewöhnlichen Röstungen zum zweiten Mal den Weg in unser Regal. Das erste Mal war om dem Monat, als er 2019 zum zweiten Mal deutscher Röstmeister wurde. Bestellt hatte ich den Kaffee allerdings, bevor er die Meisterschaft gewann. Alles richtig gemacht.
Diesmal gibt es etwas ganz neues: Ein Microlot aus Kolumbien, genauer gesagt aus der Stadt Calarcá in der Region Quindio. Es handelt sich um einen Caturra und dieser wird auf einer kleinen 8 Hektar Farm „El Placer“ auf einer Höhe von 1590-1740 m durch Farmer Sebastián Ramírez angebaut.

Das Besondere an diesen Bohnen ist, dass der Kaffee nach dem Ernten einer speziellen Methode unterzogen, für die ersten 24 Stunden in der Kirsche fermentiert, danach für 48 Stunden unter Ausschluss von Sauerstoff weiterbearbeitet, anschliessend entpulpt (trennen von Kaffeekirsche und Kern/Bohne) und dann weiter ohne maschinelle Hilfe getrocknet wurde. Es handelt sich sozusagen um eine Kombination aus „aerober“ und „anaerober“ Aufbereitung.

Benson badass coffee in da house.

Beschreibung: Mittlere Röstung: leichter Körper, viel Süße

Aromen: Geröstete Mandel und getrocknetes Obst

Der Röstmeister stellt sich hier mal kurz selbst vor:

„Hi, ich bin Benjamin, der Typ der hinter Benson Coffee steht.

Richtig guter Kaffee ist kein Zufall, sondern fängt da an, wo der Kaffee wächst. Unsere Rohkaffees werden Börsenpreis-unabhängig zu Gunsten der Kaffeebauern eingekauft, um ihnen eine notwendige Perspektive zu geben und die entsprechende Wertschätzung entgegenzubringen.

Wenn es um die Veredelung der Kaffeebohnen geht steht immer Geschmack und Aromenvielfalt im Mittelpunkt. Wir achten beim Rösten darauf, dass sich der individuelle Charakter eines Kaffees (seine Varietät, sein Anbaugebiet und seine Weiterverarbeitung) am Ende in der Tasse wieder findet…“

(Quelle: Benson Coffee)

Hier noch ein paar Eckdaten zum Werdegang von Benjamin, Mitglied in der Specialty Coffee Association:

4. Platz – World Coffee Roasting Championship 2019

1. Platz – Deutsche Röstmeisterschaft 2019

3. Platz – World Coffee Roasting Championship 2017

1. Platz – Deutsche Röstmeisterschaft 2016

3. Platz – Deutsche Röstmeisterschaft 2015

Kommt also vorbei und probiert diesen seltenen Kaffee – am besten ohne Milch und Zucker. Wenn weg, dann weg. Stichwort: Microlot.

Fjord…

… ist eine Berliner Specialty Coffee Rösterei, die gegründet wurde, um außergewöhnlichen Kaffee zu Hause und für Cafés anzubieten, welche ihren Kunden unvergessliche Kaffeetrinkerlebnisse bereiten möchten. Von der Beschaffung bis zum Service legen sie Wert auf Qualität & Ehrlichkeit. Das Ziel von FJORD beim Röstprozess ist es, den natürlich süßen und lebendigen Geschmack der hochwertigen Bohnen herauszuarbeiten und gleichzeitig eine Vielzahl von Regionen, Verarbeitungsmethoden und saisonale Spezialitäten zu präsentieren.

Auch der Inhalt stimmt.

Ausgewählt habe ich diesmal einen Red Bourbon aus EL SALVADOR, welcher natural aufbereitet wurde. Es handelt sich um einen schönen, süßen Kaffee mit deutlichen Noten von rotem Apfel, Vanille und Cranberry.

Hier die Hardfacts

Flavour Notes: Red Apple, Vanilla, Cranberry

Origin: Santa Ana Volcano

Farm/Washing Station: Finca Divina Providencia

Processing: Natural

Variety: Red Bourbon

Altitude: 1600 – 1800m

Es gibt wie immer auch noch weitere, ausgesprochen delikate Röstungen von FJORD COFFEE BERLIN in unserem Regal. Kommt vorbei und kauft sie alle…

Hal(l)o Beriti

Beriti, unser Liebling aus Äthiopien, ist zurück. Aber wie auch gute alte Bekannte, die man längere Zeit nicht gesehen hat, hat sich auch unser Freund Beriti gewandelt. Dieser Vergleich hinkt ein wenig, ist doch dieser Kaffee gewaschen und bei unserem letzten Beriti handelte es sich um eine natural aufbereitete Bohne, Aber auch der Halo Beriti kommt mit einer ungeheuren Süße daher und bietet uns ein ausgesprochen weiches Mundgefühl. Du wirst Aromen von Jasmin. Litschi und Karamell herausschmecken.

HALO BERITI from ETHIOPIA

Diese Ernte aus dem Ursprungsland des Kaffees wurde in Nürnberg geröstet und zwar in einer Rösterei mit dem schönen Namen Rösttrommel. Na gut, seien wir ehrlich – es sind mittlerweile drei Standorte, wobei nur in zweien geröstet wird. Dazu eine kurze Info von der Rösttrommel selbst:

RÖSTEREI IN DER LAUFER GASSE
Hier fing alles an – seit 2010 gibt es die Rösttrommel in der Laufer Gasse. Nachdem der Platz für die Produktion bald zu klein wurde, wird hier mittlerweile nicht mehr geröstet. Leckeren Kaffee gibt esnatürlich weiterhin!

RÖSTEREI AUF AEG
Im Jahr 2013 verlagerten wir unsere Produktion ins ehemalige AEG-Areal namens „Auf AEG“. Montag bis Freitag wird hier ausschließlich auf Giesen Trommelröstern mit der Röstsoftware Cropster geröstet.Außerdem finden hier alle Seminare der Kaffeeschule Nürnberg statt.

RÖSTEREI AM MARKTPLATZ
In der Rösterei in der Erlanger Innenstadt rösten wir punktuell für Barista-Meisterschaften oder zur Profilentwicklung von neuen Kaffees. Innen- und Außenbereich sind sehr modern gestaltet. Wie überall bei uns gibt es immer verschiedene, monatlich wechselnde Kaffees und Espressi im Ausschank. (Quelle: Rösttrommel Nürnberg)

Wer also neugierig geworden ist und die leckeren Kaffees aus Nürnberg probieren möchte, ist im Monat August bei uns gut aufgehoben. Ja, ihr habt richtig gelesen: KAFFEES. Neben der Röstung des Monats gibt es noch weitere Bohnen aus BOLIVIEN und HONDURAS. Auch ein schicker Espresso ist am Start. Macht euch auf den Weg und testet idealerweise alle einmal durch.

Wir sehen uns im Café.

First time

Ja, auch nach fast vier Jahren gibt es immer noch Dinge, die bisher nicht dagewesen sind. Wie in diesem Fall die Kaffeebohnen unserer Röstung des Monats. Das erste Mal ist immer etwas Besonderes und bleibt im Gedächtnis. So ist dann auch mit diesem – unserem ersten – Kaffee aus Bolivien, geröstet in der Neuen Rösterei zu Lübeck. Kaffee aus Bolivien ist nicht soooo leicht zu bekommen. Umso besser also, dass Philip Turpin, seines Zeichens Headroaster in der Neuen Rösterei, bei einer seiner Reisen nach Bolivien hochwertige Bohnen entdeckt und daraufhin einen Kontakt zum Direktimport hergestellt hat. Durch einen Machtwechsel im Land wurde dieser Weg des Imports später allerdings unmöglich. Trotzdem ist es Philip gelungen, über Umwege aufs Neue eine weitere Ernte aus Bolivien zu bekommen.

Philip @work

Er selber beschreibt diesen Kaffee folgendermaßen: „Luis Fernandez betreibt die Finca Calama in zweiter Generation mit seiner Frau und den Drei Kindern. Der Biologische Anbau der Varietäten Red Caturra, Red Catuai und Typica erzielt hier grandiose Qualitäten. Auf 1600 Metern in Wald ähnlichen Strukturen Angebaut und auf African Beds getrocknet, zeichnet sich dieser Kaffee durch seine besondere Klarheit und Süße aus. Gekauft und exportiert durch Felix Chambi und durch unsere Partner Belco in Frankreich importiert.

Tassenprofil: Eine klassische bolivianische Tasse, viel Körper mit feinen Kirschnoten, einer warmen Pfirsichsüße und im Abgang Anklänge von Orangen, Kokos und Karamell mit einer feinen Zitrussäure.

Empfehlung: Dieser Kaffee leuchtet geradezu im Handfilter, zeigt aber auch was er in Sachen Körper kann in der Stempelkanne, dort nicht so klar aber sehr süß.“ (Quelle Neue Rösterei)

Seit ihr bereit für das erste Mal? Dann schaut bei uns im Café vorbei und probiert diesen leckeren Kaffee. Wir sehen uns und ich verbleibe mit dem Motto der Neuen Rösterei: „KOFFEIN STATT KOKAIN!“ In diesem Sinne, bleibt gesund und trinkt mehr Kaffee.