BOM DIA

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, doch unsere neue Monatsröstung für den September bringt euch mit dem BOM DIA Espresso Blend aus brasilianischen Kaffeebohnen und süßlich, nussigen Aromen noch ein letztes Mal Sonnenstrahlen in die Tasse. 

Aurore, Mats und Philip entwickeln mit ihrem Team der Günter Coffee Roasters aus Freiburg kontinuierlich neue, aromatisch anspruchsvolle Kaffees und verfeinern ständig ihr Angebot. Ihren Rohkaffees beziehen sie von ausgesuchten Händlern, die sich dem Spezialitäten-Kaffee verschrieben haben.

70 % dieser Kaffeemischung macht ein als „pulped natural“ aufbereiteter Kaffee der Varietät Catuai aus. Dieser stammt von der Fazenda Aliança aus der Region São João da Boa Vista in Brasilien. Die Rohkaffeebohnen beziehen sie über Ocafi, ein vom Freiburger Nikolas und dem Brasilianer Luis geführtes Unternehmen. Mit den beiden arbeiten sie schon seit mehreren Jahren zusammen und verwenden ihre Bohnen für viele ihrer Blends als Basis. Sie gewähren Nachverfolgbarkeit und Transparenz und teilen ihre Werte von Nachhaltigkeit und sozialer Fairness.

Die cremige Textur und ein klares, nussiges Tassenbild werden durch die in Brasilien entwickelte Aufbereitungsmethode „pulped natural“ verstärkt. Beim maschinellen Ernten landen häufig auch unreife Kaffeekirschen in den Behältern. Die Früchte presst man dabei durch einen Trichter, wodurch sich die Haut der Kirschen ablöst. Das Fruchtfleisch aber bleibt an der Bohne haften. Da die Haut bei unreifen Kirschen nur schlecht entfernen lässt, können diese einfach aussortiert werden. Im Anschluss trocknen die Bohnen mitsamt dem Fruchtfleisch. Erst wenn sie trocken sind, werden sie vollständig geschält und exportfertig gemacht.

Die übrigen 30 % dieses Kaffees setzen sich aus einem Varietäten-Blend aus dem „Serra Negra Program“ ihres Importpartners Cafe Imports zusammen. Sie stammen ebenfalls aus Brasilien. Neben nussigen Noten kommt hier auch eine leichte Fruchtigkeit ins Spiel, die an Zitrone erinnert.


Fact Sheet:

Anbauländer:Brasilien
Farmer:verschiedene, siehe Fließtext 
Region:São João da Boa Vista, Serra Negra
Prozess:Pulped natural (Fazenda Alianca), natural (Serra Negra)
Varietät:Bourbon, Typica, Caturra, Catuai, 
Ort:diverse, siehe Fließtext
Aromen:Dunkle Schokolade, geröstete Nüsse, Karamell

Ich hoffe ihr seid genauso gespannt wie ich auf diesen tollen Espresso und kommt mal auf ein Tässchen vorbei.

Liebe Grüße, eure Marie

Die KRÖM de la Crème

Da sind wir wieder! Nach langer Pause haben wir jetzt im August endlich wieder eine tolle Monatsröstung für euch! Fündig geworden sind wir diesmal in Magdeburg bei der Kaffeerösterei KRÖM.

Ausgesucht habe ich den Cycle Roast. Hierbei handelt es sich um eine 70/30 Blend der anderen Art, denn der Großteil besteht aus ecuadorianischem Canephora – genau genommen der Varietät Napo Payamino der Aufbereitung yellow honey. „Yellow honey“ bedeutet, dass die Kaffekirschen nur unvollständig gewaschen werden, wodurch noch Reste des Fruchtfleisches an der Kaffeebohne hängenbleiben. Danach wird der Kaffee in der Sonne getrocknet – das hört sich doch schonmal vielversprechend an! Ergänzt wird das ganze durch äthiopischen Heirloom. 

Der Röstgrad ist erstaunlich hell und macht einen ziemlich feinen Mahlgrad notwendig. Wie zu erwarten, bekommt man eine dicke und dichte, haselnussfarbene Crema. In der Tasse findet man einen milden ausgewogenen Espresso, durch den Canephora leicht würzig mit feinen Röstaromen, dazu Noten von reifem Pfirsich, Popcorn und Lakritz. 

HAUPTNOTE:

Popcorn, Pfirsich, Lakritz

GEFÜHL:

rund

SÄURE:

reifer Pfirsich

Empfohlene Zubereitungsmethode: Filtermaschine, Handfilter, French Press, Siebträger 

Außerdem im Gepäck haben wir noch den Achtzig / Zwanzig Espresso von KRÖM. Dieser Espresso Blend besteht – wie der Name schon vermuten lässt – zu 80% aus einem gewaschenen Kaffee aus Guatemala und zu 20% aus dem Monsooned Canephora aus Indien. Es handelt sich hierbei um eine mittelkräftige Espresso-Röstung, die ihr als Single Shot Espresso oder Cappuccino genießen könnt. Abgedeckt wird hiermit im Prinzip das gesamte Spektrum der italienischen Kaffeekultur – besonders überzeugend durch die nahezu unendliche Crema!

HAUPTNOTE:

würzige Schokolade

GEFÜHL:

lang anhaltend

SÄURE:

Kaum

Empfohlene Zubereitungsart: Siebträger, Herdkanne, Vollautomat

Ich hoffe ihr kommt uns ganz bald besuchen und probiert euch durch! Eure Marie

Greenleaf-Coffee

Monatsröstung Januar und Februar 2022

Heute möchten wir euch die neue Monatsröstung für Januar und Februar vorstellen. Mmmh komisch zwei Monate auf einmal? Ja am Anfang des Jahres ist das schon öfter vorgekommen, einfach deshalb geschuldet, dass wir zum Anfang Januar immer eine kleine Erholungspause einfügen. Aber wir haben von Greenleaf aus Leichlingen nicht nur eine Röstung im Gepäck, sondern direkt vier insgesamt.

Diesmal musste ich nicht suchen, sondern Thomas ist auf uns zugekommen und hat uns letztes Jahr bereits mehrere Pröbchen geschickt. Was ich echt total nett finde und es ist mir wirklich nicht schwer gefallen, tollen Kaffee aus seinem Portfolio auszusuchen. Deshalb habe ich ihn dann Anfang des Jahres angeschrieben und er hat innerhalb kurzer Zeit, den Kaffee auch höchstpersönlich vorbei gebracht. Dafür ein herzliches Dankeschön. Ich mag solche Netzwerke, zumal wir schon überlegen, ob wir ihn nicht mal mit dem Team besuchen fahren oder ob er auch im Café selber mal einen Workshop macht. Aber das ist erstmal noch kleine Zukunftsmusik.

Greenleaf steht genauso wie wir für sehr gute Qualität, Geschmack und persönliche Kontakte. Alle Kaffeebohnen werden selber im Schonröstverfahren geröstet.

Welche Kaffeesorte ich am liebsten mochte und dann stimmt auch noch die Farbe der Verpackung – denn lila ist nach wie vor meine Lieblingsfarbe 🙂 Frauen halt – Verpackungsopfer. Das ist der

Äthiopien – Guji Hambela Wamena

Typ: natural / unwashed

Varietät: 100 % Arabica Bohnen

Aroma: Aprikose – Honig – Jasmin

Röstung: light roast

empfohlene Zubereitungsmethoden: Filter, Vollautomat, Stempelkanne

Falls ihr euch fragt, was sind das für Vokabeln, die da benutzt werden. Oder ihr seid gerade noch am Anfang mit eurer Kaffeeerfahrung, kann man wunderbar sowas auch mal nachschlagen.

Typ: natural / unwashed – bezieht sich auf die sonnengetrocknete Kaffeeaufbereitung, die verhältnismäßig einfach zu bewerkstelligen und die eine lange Tradition ist, vor allen Dingen in Ländern, wo Wasser und Regen rar sind wie beispielsweise in Äthiopien oder auch in Teilen Brasiliens. Nach der Ernte werden die reifen Kaffeekirschen typischerweise auf Trockenbetten (Zementböden) in der Sonne getrocknet. Die Trocknungsphase dauert 2-3 Wochen und die komplette Frucht wird hierbei der prallen Sonne ausgesetzt. Durch die Zuckermoleküle der Mucilage (Silberhäutchen der Frucht) geht das in die Kaffeebohne über. Das Resultat fruchtig-süße Kaffees. Wie hier auch beim Äthiopien-Guji.

Der Äthiopien-Guji kommt aber nicht alleine. Er hat im Gepäck noch den

Costa Rica Tarrazu, ein medium Roast, washed, nussig, blumig und mit feiner Zitrusnote,

einen Peru Villa Rica, wo Thomas schon eine Weile gewohnt hat und der Direct Trade ist, sprich vom Bauern direkt gekauft ist, washed, sundried, medium Roast, süß, Karamell, Limette und Marzipan

und zu guter Letzt noch einen Espresso Blend aus Brasilien, mit Arabica und Robusta Anteilen, natural/washed, Haselnuss, Nuss-Nougat, wenig Säure, dark roast. Schmeckt wunderbar pur oder auch mit Milch im Cappuccino oder Latte Macchiato.

Wir finden die Kaffees alle toll und durch die nette Zusammenarbeit, macht das Aussuchen für euch noch viel mehr Spaß. Ich hoffe, das passiert demnächst häufiger, dass die Röster uns einen kleinen Einblick in ihre Arbeit geben und das wir sie zu euch bringen können.

Habt einen schönen Tag und testet am besten alle, ob im Café als Stempelkanne oder V60 oder zelebriert es bei euch zuhause mit einem leckeren Stück Kuchen von unserer Konditorin Sade.

Liebe Grüße eure Miri –

AGÁTA aus Mannheim

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da.

Was bringt er mit, Heihussassa………..

Diesen Monat holen wir für euch die Rösterei AGÁTA aus Mannheim nach Monheim.

Und diesmal auch wieder mal eine Rösterin, was uns besonders freut!

Elisabetta, und ihr Mann Johannes haben eine Vision und legen Wert auf specialty coffee. Das bedeutet, dass der Kaffeebauer von Anfang bis Ende bei Ernte und Weiterverarbeitung auf TOP Qualtität achtet.

Wir haben wir euch 3 Kaffees ausgesucht.

Die FRISCHE MISCHE, die auch Monatsröstung ist, ein Blend, aus Brasilien, der die Grundlage für Körper und Süße bringt, während aus Honduras die fruchtige Säure die besonderen Aromen hervorruft.

Ebenfalls mit dabei ist der GEDEO und auch der Miel de la selva.

Falls ihr die Mannheimer mal besuchen wollt, könnt ihr das in ihren Cafés auch tun, die genauso wie unseres mit Herz und Leidenschaft geführt werden.

Wir hoffen sehr, dass ihr genauso begeistert seid wie wir und euch mit diesem tollen, hochwertigen Kaffees eindeckt und ihn dann bei euch zuhause oder auch gerne bei uns im Café bei sonniger Herbstlaune genießt.

TASTE IT LOVE IT

Backyard Coffee is back

Unsere Monatsröstung Oktober wird definitiv der Filterkaffee „Nakuru“ von Backyard-Coffee. Backyard-Coffee hatten wir tatsächlich im letzten Jahr schon im Programm. Die Jungs aus Frankfurt haben immer tolle Kaffees und auch die Verpackung spricht uns immer wieder an. Die putzigen Tiere mit der Sonnenbrille bringen im Herbst wieder ein bisschen Farbe ins Café Mit Liebe.

Natürlich bringt der Filterkaffee „Nakuru“ auch ein paar Espressosorten mit, die ebenfalls toll schmecken und ein tolles Design haben. Der „Nakuru“ ist ein Kenianer, fruchtig im Geschmack mit komplexen Zitrusnoten, die an Grapefruit erinnern. Dezent finden wir auch Karamell & Schokoladennoten.

Den „Nakuru“ könnt ihr tatsächlich noch in der Herbstsonne auf Eiswürfeln oder auch als V60 bei uns oder auch bei euch zuhause genießen.

Wir freuen uns auf euch – Deckt euch mit diesen tollen Kaffees im Oktober ein!!

Einen kleinen Nachtrag haben wir noch in eigener Sache.

Lieber Ralph, wir danken dir, dass du dich die letzten Jahre voller Liebe und Interesse jeden Monat auf die Suche nach der nächsten Monatsröstung gemacht hast. Jeden Monat war die Überraschung groß, die nächste Lieferung auszupacken und zu besprechen, warum du gerade diese Sorte ausgesucht hast. Wir werden versuchen, das weiterzuführen, da es uns eine Herzensangelegenheit ist, das Kaffeeregal mit Liebe und mit interessanten Kaffeesorten interessanter Röstereien zu füllen. Wir wünschen dir alles Liebe in der Welt der fruchtigen Biere bei Holy Craft Store. Und vielleicht kommst du ja mal auf ein Spiegeleibrot und einen leckeren Kaffee im Tässchen vorbei, so wie es angefangen hat.

Das Beste kommt zum Schluss

Nach fünf Jahren ist dies nun meine letzte Runde der Röstung des Monats. Es gab über die Zeit viel zu entdecken. Schwierig war eine stetige Steigerung in Sachen besonderer Bohnen. Trotzdem ist es mir gelungen, stetig neue und interessante Kaffees ins Regal zu bekommen. Sogar einige Röstungen aus dem Ausland waren dabei. Es versteht sich von selbst, dass diese finale Röstung des Monats auch etwas Besonderes sein musste. Ausgewählt habe ich ROZALI COFFEE aus Berlin. Diese Specialty Coffee Roastery hat sich ausschließlich hochwertigen Ernten verschrieben. DON ALEXIS NATURAL ANAEROBIC ist ein usgewogener Kaffee mit wenig, intensiver Säure und der Süße von Trockenfrüchten und Rosinen.

Speciality coffee roasted in Berlin.

Herkunft: Tarrazú, Costa Rica
Produzent: Alexis Ramirez
Farm: Los Campos, 1700 m.ü.M
Sorte: Catuai
Prozess: Natural anaerob

Rozali Coffee beschreibt seine Bohnen folgendermassen:
„Dies ist ein wirklich hervorragender Kaffee, der zeigt, wie ein klassischer costaricanischer Catuai schmecken kann. Seine komplexen Aromen sind dynamisch und werden beim Abkühlen deutlich süßer.

Wir haben diesen Kaffee Don Alexis genannt, um Don Alexis Ramirez Respekt zu zollen: dem Produzent dieses erstaunlichen Kaffees und einem Mann, der sein ganzes Leben der Herstellung herausragender Kaffees gewidmet hat. Seine 15 Hektar große Farm liegt auf rund 1700 m ü. M. in Tablón, Cartago.

Don Alexis Ramirez kämpfte viele Jahre lang darum, Kaffees herzustellen, die gut genug für den Spezialitätenkaffeemarkt sind. Er erkannte jedoch, dass der Schlüssel zur Steigerung seiner Kaffeequalität darin liegt, die vollständige Kontrolle über die Verarbeitungsmethode zu haben. Es war keine leichte Aufgabe, dies zu erreichen. 2015 baute er jedoch erfolgreich die Mikromühle Don Alexis und verarbeitet dort alle seine Kaffees. Seitdem hat sich die Qualität seiner Kaffees exponentiell verbessert. Leider ist er 2017 verstorben.

Heute setzt die Familie Ramirez Navarro sein Erbe fort, hochwertige Kaffees herzustellen. In den letzten fünf Jahren entwickeln sie die idealen Verarbeitungsmethoden wie Washed, Honey, Natural, Washed Anaerobic, Natural Anaerobic und Double Fermentation, um das beste Ergebnis aus ihren Kaffees herauszuholen. Dieser Kaffee zeigt das unglaubliche Ergebnis, welches sie erzielen.“ (Quelle: Rozali Coffee)

Natürlich gibt es auch aktuell noch ein paar sehr spannende Filterkaffees aus dem Sortiment von Rozali Coffee Berlin zusätzlich. Deswegen gilt auch diesmal: Kommt vorbei, kauft alle eure Lieblingsbohnen und haltet dem Café weiterhin die Treue.

Macht es gut, Euer Ralph.

Hassliebe

Dieses Mal starten wir mit einer Woche Verspätung in die neue Runde „Kaffee des Monats“. Bedingt durch unsere kleine Sommerpause im Café sind wir erst jetzt wieder für euch da. Gewählt habe ich diesmal eine schicke Tasse Kaffee aus NICARAGUA von der Farm FINCA BETHANIA, ein MARACATURRA natural aufbereitet und geröstet im schönen ALLGÄU. Genaugenommen aus WIGGENSBACH, wo Alexander Gourguis die Kaffeerösterei PURSCHWARZ sein Eigen nennt. Er ist der vollen Überzeugung „DIE RÖSTUNG MACHTS“. Und wer sein Bohnen erst einmal probiert hat, weiß sofort, was er damit meint. In diesem Fall finden wir Aromen von Rosinen, Birne und weißem Tee in der Tasse. Ein sehr saftiger Kaffee mit einem intensiven Abgang. Sehr spannend, wie ich persönlich finde.

Hardfacts:

REGION / STADT: Dipilto

FARMER / KOOPERATIVE: Finca Bethania

ANBAUHÖHE: 1300-1550

VARIETÄT: Maracaturra

ERNTEZEIT: Januar – März

ERNTEMETHODE: handgepflückt – hand picked

AUFBEREITUNG: trocken – natural

AROMEN: Rosinen, Birne, weißer Tee

CHARAKTER: intensiv, saftig, intensiver Abgang 

Alexander umschreibt hier einmal kurz die Philosophie von PURSCHWARZ:

„WIR HASSEN KAFFEE.

Kaffee, der nicht schmeckt. Weil er zu bitter oder zu sauer ist. Kaffee, bei dessen Einkauf ein guter Preis wichtiger ist als die Lebensbedingungen der Kaffeebauern. Und bei dessen Verarbeitung nicht das Aroma im Vordergrund steht, sondern ein kosteneffizienter industrieller Prozess. Nicht unser Ding.

UND WIR LIEBEN KAFFEE.

Kaffee, bei dessen Duft wir automatisch die Augen schließen. Weil er uns neugierig macht. Ein Kaffee, der Charakter hat und voller Leben steckt. Der uns Bilder in den Kopf zaubert von fremden Ländern und Kulturen. Und der uns auf eine Reise einlädt: ins Heimatland der Bohne. Schluck für Schluck. Das ist der Grund, warum es »Purschwarz« gibt.

Tag für Tag arbeiten wir daran, den Ursprung von Kaffeebohnen zur Entfaltung zu bringen. Denn im Innern einer Bohne warten mehr als 800 unterschiedliche Aromen auf ihren großen Auftritt. Durch das Rösten erwecken wir sie zum Leben und lassen ein paar Auserwählte hinaus auf die große Bühne der Kaffeekultur. Was uns bei »Purschwarz« von anderen unterscheidet: Wir rösten der Bohne nicht irgendein Aroma auf, sondern legen ihren ureigenen Geschmack und Charakter frei. Und das kann man riechen, schmecken und fühlen.“ (Quelle: Purschwarz)

Kein Wunder also, dass es auch PURSCHWARZ nun endlich einmal in unser Regal geschafft hat. Und das natürlich gleich mit mehreren hervorragenden Sorten Kaffee und Espresso. Kommt vorbei und sucht euch was schönes aus. Ich bin sicher, für jeden etwas dabei zu haben. Wir sehen uns im Café, Euer Ralph.

Kenia zu Gast

Im Monat Juli geleitet uns unsere Reise nach Fürth. Hier befindet sich das Kaffeesurium, eine kleine Rösterei mit angeschlossener Gastronomie. Betrieben wird das Ganze mit Leidenschaft von Luzia und Berni. Zwei außerordentlich nette Personen, die ihre ursprünglichen Berufe für die Leidenschaft Kaffee aufgaben. Sie bescheren uns in diesem Monat einen schönen spritzigen Kaffee aus Kenia, der optimal zur Jahreszeit passt. Ich habe sowohl die Filter- als auch die Espressoröstung bestellt. Es handelt sich um den KENIA TOP KIRI, welcher mit Aromen von schwarzer Johannisbeere, Traubensaft und Limette eine schöne Abwechslung zum Alltäglichen darstellt.

Kenia Top Kiri

Prozess: washed
Varietät: Ruiru 11, SL 28, SL 34, Batian
Farm: Kiri Coffee Factory, 1450 m
Region: Central Province, Kirinyaga, Njukiini

Die Kiri Washing Station wurde 1997 gebaut. Mittlerweile bringen 1200 Farmer aus den Nachbar-Dörfern Gitumbi, Kirunyuini, Kerere und Kaboia ihre Kaffeekirschen dort hin.

In dieser Region gibt es einen zweijährigen Ernte-Zyklus: die frühe Ernte von April bis Juni und die zweite späte Ernte von Oktober bis Dezember. Alle Kirschen werden per Hand geerntet. Nach der Ernte werden die Kirschen entpulpt, und über Nacht fermentiert um die Mehrfachzucker zu spalten. Danach werden die Kaffeebohnen sorgfältig in Wassertanks gereinigt.
Die gewaschenen Kaffeebohnen werden dann 7 bis 15 Tage auf “african beds” sonnengetrocknet. Während der Trocknung werden die Bohnen kontinuierlich per Hand aussortiert und gewendet.

Der Großteil der angebauten Varietäten sind SL28, SL34 und Ruíru 11.

Auf Grund des wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit und Umweltschutz wurden die Sickergruben für das Abwasser des Washing Prozesses weiter entfernt der Frischwasser-Quelle platziert, wo das Abwasser zurück in den Erdboden sickern kann. (Quelle: Kaffeesurium)

Hier beschreibt sich das Kaffeesurium einmal kurz selbt:

Warum wir machen, was wir machen
Berni und Luzia – das sind wir – zwei Kaffeeliebhaber*innen seit vielen Jahren. Die Spezialitäten-Kaffee-Welt lockte uns beide weg vom Bildschirm (Grafikerin und IT-Entwickler) und das Hobby wurde zum Beruf. Wir wollen auch Euch begeistern von der fast unendlichen Geschmacksvielfalt hell gerösteter Spezialitäten-Kaffees und Euch zeigen wie einzigartig und überraschend Kaffee sein kann.

Spezialitäten Kaffee hausgemacht
Wir nehmen uns viel Zeit – für das Rösten – für die Getränke-Zubereitung – für Euch! Denn Qualität steht an erster Stelle. Unsere Kaffees rösten wir bei uns im Laden in einer traditionellen Trommel-Röstmaschine. Die helle Röstung hebt die einzigartigen Geschmackseigenschaften unserer sortenreinen Kaffees hervor. Ihr seid herzlich eingeladen uns beim Handwerk zuzusehen.

Fairness & Nachhaltigkeit
Ökologische und auch soziale Nachhaltigkeit liegt uns sehr am Herzen. Unsere Kaffees suchen wir sorgfältig aus und kaufen diese von verschiedenen Rohkaffeehändler*innen und zum Teil auch direkt von den Kaffeefarmern und -farmerinnen. Transparenter Handel ist hierbei eine Grundvorraussetzung, denn wir wollen wissen, was im Ursprungsland ankommt um dies auch offen mit Euch zu kommunizieren! (Quelle: Kaffeesurium)

Es gibt wieder verschiedenste Röstungen von unserem diesmonatigen Gast. Sucht euch einfach eure liebste aus.

Coffee & Crafts

Der Kaffee des Monats Juni kommt von Sascha Kaiser aus Bielefeld. Zugegeben, er ist speziell, aber ich liebe ihn. Den Kaffee, Sascha kenne ich nicht so gut. Hot Roasted Love hat eine Röstung kreiert, die sicherlich nichts für jeden Tag ist. Wenn einem allerdings mal die Lust auf etwas außergewöhnliches überkommt, dann ist man hier richtig. Der KOLUMBIEN LA VENTOLA „BLACK HONEY“ / SUPER EXTENDED FERMENTATION ist ein Kaffee für Craftbeer-Freunde, Experimentierfreudige und Liebhaber intensiver Aromen.

Felipe Trujillo von der Finca La Ventola ist ein Pionier experimenteller Kaffeeverarbeitung. Dieser sehr spezielle Kaffee wurde 72 Stunden anerob fermentiert, 4 Tage getrocknet, 18 Stunden rehydriert und als Black Honey aufbereitet. Das Ergebnis ist heftig funky-fruchtig zusätzlich außergewöhnlichen Noten von Stout-Bier und Cacaonibs. Krasses Zeug mit komplexer Tiefe!

Bääämmm!!! Super Extended Fermentation.

Herkunft: Kolumbien, Santa Bárbara, Antioquia
Farmer: Felipe Trujillo, Finca La Ventola
Kaffeesorte: 100% Arabica, Castillo
Aufbereitung: Anaerobe Fermentation (72 Stunden), Black Honey
Anbauhöhe: 1.900-1.950m
Geschmacksprofil: Stout Beer, Cacao Nibs, Maracuja, reife Banane, Strauchtomate

Hier stellt Sascha Kaiser seine Rösterei einmal kurz selbst vor:

„Aus der Leidenschaft für richtig guten Kaffee ist eine kleine aber feine Mikro-Spezialitätenrösterei entstanden.

Wir probieren und cuppen gerne neue Sorten und wechseln dazu unser Sortiment in unregelmäßigen Abständen.
Hot Roasted Love röstet eher hell, um den Charakter der einzelnen Herkunftsländer und die damit verbundenen Geschmäcker zu betonen.

Berufung: Menschen mit hervorragendem Kaffee glücklich zu machen. Und diesen möglichst so zu handeln, dass vom Kaffeebauern bis zum Kunden alle einen gerechtfertigten Gegenwert bekommen.

Ziel: Abwechslungsreiche Kaffees für Leute anzubieten, die wie wir die ganze Aromenvielfalt unterschiedlicher Kaffees lieben.

Permanent baut Hot Roasted Love die Spezialisierung auf ausgesprochen gute Rohkaffees und Fairness in der gesamten Produktionskette weiter aus und sucht dabei explizit den Austausch mit Rösterkollegen.

Umweltschutz liegt mir am Herzen. Da ich nicht mehr Abfall als unbedingt nötig in den Umweltkreislauf geben will, sind die Aromaschutzverpackungen für meine Kaffees aus Kraftpapier mit Barrierefolie – Made in Germany. Ohne Aluminium – so umweltfreundlich wie möglich. Für die spezielle Eigenschaft röstfrischen Kaffees (das Ausgasen) sind sie mit einem Aromaschutzventil ausgestattet und mit Ziplock wiederverschließ- und -verwendbar.

Außerdem unterstützt Hot Roasted Love die Initiative VIVA CON AGUA!“ (Quelle: Hot Roasted Love)

Zusätlich haben es natürlich auch noch ein paar weitere Spezialitäten ins Café geschafft. Unter anderem ein RED HONEY, auch aus Kolumbien, welcher Aromen von weißer Schokolade aufweist.

Also auf, die Hühner gesattelt und rein ins große Abenteuer.

Bis gleich, Euer Ralph.

Benson goes Brazil

Wer sich fragt, warum schon wieder ein Kaffee von Benson Coffee, dem sei gesagt: Weil man um diesen Kaffee einfach nicht herum kommt. Man muss die Bohnen halt feiern, wie sie fallen oder so in der Art. Dieser ziemlich außergewöhnliche Kaffee von der Sitio SANTA CATARINA hat mich durch seine sehr aufwändige Aufbereitung, und sein für Brasilien ungewöhnliches Geschmacksprofil einfach umgenauen. Von dieser Rarität gibt es insgesamt nur 5! Sack und Benjamin hat 2 davon gekauft.

Die Produzent*innen-Gruppe Carmo Coffees aus Minas Gerais ist vor allem für ihre fortschrittlichen Aufbereitungsmethoden bekannt. In diesem Jahr hat Alexandre da Silva, der Besitzer der Sitio Santa Catarina, die Thematik „Fermentation von Kaffee“ weitergedacht und die Varietät Icatu „natural“ 72 Stunden anaerob fermentiert.

Heraus kam dieser unglaublich facettenreiche Kaffee mit deutlichen Aromen von Ananas, Mango, Kiwi, sowie Noten von Orangen Blüte und Ahornsirup, der trotz seiner hohen Fruchtigkeit immer sehr ausgewogen schmeckt.

Brazilian beans by Benson.

Einer der wenigen Kaffees welcher uneingeschränkt für Espresso sowie für Filter Zubereitung zu empfehlen ist.

Röstung: Hell

Aromen: Mango, Kiwi, Orangenblüten und Ahornsirup

Der Röstmeister stellt sich hier noch einmal selbst vor:

„Hi, ich bin Benjamin, der Typ der hinter Benson Coffee steht.

Richtig guter Kaffee ist kein Zufall, sondern fängt da an, wo der Kaffee wächst. Unsere Rohkaffees werden Börsenpreis-unabhängig zu Gunsten der Kaffeebauern eingekauft, um ihnen eine notwendige Perspektive zu geben und die entsprechende Wertschätzung entgegenzubringen.

Wenn es um die Veredelung der Kaffeebohnen geht steht immer Geschmack und Aromenvielfalt im Mittelpunkt. Wir achten beim Rösten darauf, dass sich der individuelle Charakter eines Kaffees (seine Varietät, sein Anbaugebiet und seine Weiterverarbeitung) am Ende in der Tasse wieder findet…“

(Quelle: Benson Coffee)

Hier nochmal die Eckdaten zum Werdegang von Benjamin, Mitglied in der Specialty Coffee Association:

4. Platz – World Coffee Roasting Championship 2019

1. Platz – Deutsche Röstmeisterschaft 2019

3. Platz – World Coffee Roasting Championship 2017

1. Platz – Deutsche Röstmeisterschaft 2016

3. Platz – Deutsche Röstmeisterschaft 2015

Kommt also vorbei und probiert diesen seltenen Kaffee – am besten ohne Milch und Zucker. Wenn weg, dann weg. Stichwort: Microlot.

Fur den, der noch ein Vatertagsgeschenk sucht, habe ich mal vier Tüten von feinstem Canephora im Jack Daniels Design mitgeordert. Schnell sein lohnt sich diesmal also doppelt.

Wir sehen uns am Fenster oder im Lädchen.

Kommt gut durch, Euer Ralph.