Guter Kaffee seit 1949

Im Monat des Karnevals liegt es schon sehr nahe einen Kaffee aus dem schönen Köln zu präsentieren. Zumal auch im Karneval die Tradition eine sehr große Rolle spielt. Zur Tradition mischen sich aber immer mehr moderne und zeitgenössische Einflüsse. Das beschreibt Kölns älteste Rösterei ebenso ganz gut. Ein traditioneller Familienbetrieb, gegründet 1949, der aber immer auf Augenhöhe mit dem aktuellen Geschehen in der Kaffeewelt ist. Nicht zuletzt deswegen wurde die Kaffeerösterei Schamong zum „Röster des Jahres 2019“ gekürt. Besser beschreiben würde dies allerdings der Titel „Rösterei des Jahres 2019“, da bei Schamong Teamwork ganz groß geschrieben wird.

Der Kaffee des Monats Februar kommt aus El Salvador und nennt sich „La Reforma hybrid“. Eine schöne, ausgewogene Tasse Kaffee, deren Fakten für sich sprechen:

Röstung des Monats Februar

Aroma: frische Feige, Cashew, Sultaninen
Körper: vollmundig, rund
Anbaugebiet: Santa Ana Volcano, Apaneca Ilamatepec
Farmer: Hermanez Alvarez Diaz
Anbauhöhe: 1.350-1.450m
Aufbereitung: natural, washed
Arabicavarietät: Red Bourbon

Die Kaffeerösterei Schamong ist die älteste Kaffeerösterei in Köln. Wer in Köln ist und Kaffee liebt, der sollte hier auf jeden Fall vorbeischauen. Und wer es nicht bis nach Köln schafft hat derzeit die Möglichkeit deren Röstung des Monats auch bei uns zu probieren. Natürlich findet ihr auch weiterhin in unserem Kaffeeregal die Café Mit Liebe Kaffeemischung und die Café Mit Liebe Espresso Mischung, ebenfalls von den Damen und Herren aus Köln frisch für uns geröstet und verpackt.

„Normas Wein“

Das neue Jahr startet, wie das alte aufgehört hat – mit außergewöhnlichem Kaffee. Gespoilert habe ich ja bereits die Rösterei: GOOD KARMA COFFEE aus Karlsruhe.

„Good Karma Coffee ist eine Spezialitätenrösterei mit dem Fokus auf qualitativ höchstwertige Farmkaffees aus nachverfolgbarem Handel. Seit der Gründung 2013 importieren wir auch Kaffees selbst und besuchen unsere Bauern jährlich um die Qualitäten zu sichern, für die wir ein vielfaches mehr zahlen, als den üblichen Tagespreis. Die Kaffees, die nicht aus Eigenimporten stammen bekommen wir von Kollegen und Rohkaffeeimporteuren, die unsere Meinung zum Kaffeehandel teilen: Die besten Kaffees gehen durch wenige Hände. Darunter verstehen wir eine 100%ige Rückverfolgbarkeit der Kaffees, eine enge und langfristige Zusammenarbeit mit den Bauern und eine Preispolitik, die den Menschen in den Anbauländern hilft ihr Leben zu verbessern.
(Quelle: GOOD KARMA COFFEE)

Beim Kaffee des Monats habe ich mich allerdings noch einmal neu orientiert. Es ist doch ein anderer geworden als ursprünglich vorgesehen, weil dieses kleine Juwel mir zuvor irgendwie dadurch gegangen ist. Ich spreche hier von einem Natural aus Honduras. Hört sich schon mal gut an, oder? Allerdings wurde dieser noch 90 Stunden mazeriert, wodurch er seinen abgefahrenen Geschmack erlangt und ein mehr als gelungener Start in das Jahr 2020 ist.

Die Rösterei selbst beschreibt ihr Produkt folgendermaßen:

„Das was Ihr hier jetzt in die Tasse bekommt hat fast nichts mehr mit Kaffee zu tun.“

Geschmacksprofil:

Roter Apfel, Williams-Christ Birne, Obstler, Eierlikör

Land: Honduras

Region: El Granadillo, Corquin, Copan

Anbauhöhe: 1550 Meter

Farmer: Norma Iris Fiallos

Varietät: Parainema

Aufbereitung:

Mazerated Natural (90h)

Neugierig? Mehr als verständlich. Probiert diese interessante Bohne oder gerne eine der anderen Sorten, welche ich aus dem Sortiment von GKC mitbestellt habe.

That’s amore

Auf die diesmonatige Röstung bin ich nur aus reinem Zufall gestossen. Eigentlich stand ja schon alles fest. Die Modalitäten mit Good Karma Coffee aus Karlsruhe waren schon geklärt, der Kaffee bereits ausgesucht. Aber erstens kommt es anders und so weiter…
Es ist über die Jahre zu einer, sagen wir, Tradition geworden, dass coffee people sich untereinander Bohnen mitbringen, von denen sie denken, diese sollten die anderen unbedingt mal probiert haben. Einen mittlerweile regen Austausch pflege ich mit Carlo Graf Bülow, dem Headroaster von Schamong in Köln. Eben jener Carlo brachte mir zur Neueröffnung von unserem bloomgold Mitte November ein Sample eines Rösters aus Italien mit. Keine Angst, Tommaso Bongini ist nur Italiener, er röstet nicht typisch italienisch (zumindest nicht in diesem, unserem Fall). Unter anderem ist er auch für das Qualitätsmanagement von Caffè Mokarico in Florenz zuständig. Mit seiner Gearbox Produktlinie verleiht er seiner Passion für Autos und Kaffee Ausdruck. Er beschert uns eine feine Röstung eines anaerob aufbereiteten Kaffees aus Costa Rica, welche einfach prefekt in diese Jahreszeit passt und gerade jetzt so mega funktioniert.

Deswegen habe ich noch einmal alles über den Haufen geworfen!
Du magst keinen Zimt? Dann habe ich schlechte Nachrichten für dich. Somit ist die Röstung des Monats Dezember nämlich nichts für dich. An alle anderen: Freut euch über einen Kaffee, wie ihr ihn noch nie getrunken habt. Pure Noten von Lebkuchen und Vanille plus ein sehr intensiver Duft von Zimt. Der komplette Name lautet: Costa Rica, Finca El Alumbre, Microlot #27 – ein Red Catuai, welcher 24 Stunden anaerob fermentiert wurde.
Jetzt stellte sich nur noch die Frage, ob die Bohnen überhaupt pünktlich bei uns sein würden. Aber nach ein paar Formlitäten und einem regen E-Mail-Verkehr war auch das geregelt. Die Tüten stehen im Regal, zusammen mit zwei weiteren Röstungen von Gearbox Coffee Italy. Ausgesucht habe ich noch eine Ernte aus Burundi und eine aus El Salvador, beide sehr vielversprechend.
Jetzt traut euch und probiert diesen einzgartigen Kaffee aus Costa Rica, der wirklich Lust auf Weihnachten und seine jahreszeittypischen Aromen macht.
Und dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein: Im Januar gibt es dann zum Start ins neue Jahr ein paar Bohnen aus Karlsruhe von Good Karma Coffee. Nice..

Dattel und Pflaume

Wer A sagt muss auch B sagen – so könnte man jetzt denken. Allerdings war mir zu dem Zeitpunkt als ich Kontakt nach Frankfurt aufgenommen habe noch gar nicht klar, dass dort der deutsche Röstmeister von 2018 sein Werk verrichtet. Dies hat mich nur in meiner Entscheidung für eine Monatsröstung von Hoppenworth & Ploch bestätigt. Die Auswahl ist groß und so fiel mir die Entscheidung wieder einmal nicht leicht. Wären unsere Gäste bereit für einen anaeroben Kaffee? Ich habe mich gegen diese Bohnen als Monatsröstung entschieden, da sie doch (zu)recht relativ hochpreisig sind. Die Wahl fiel auf einen natural aufbereiteten Kaffee aus Kolumbien. Er zeichnet sich durch eine deutliche Sü0e aus. In dieser sehr cleanen und weichen Tasse finden sich Aromen von Datteln und Pflaumen. Genau das richtige für unsere Kaffeekenner. Es gibt ihn als Filter, aber auch ein begrenztes Kontingent hell geröstet als Espresso.

„Der La Claudina aus Kolumbien ist ein natürlich aufbereiteter Kaffee und überzeugt durch seine Süße, die an Trockenfrüchte, Datteln und Feigen erinnert. Die Farm Hacienda La Claudina liegt in der traditionellen, kolumbianischen Kaffeestadt Ciudad Bolívar, ca. 100 km südwestlich von Medellín. Die Farm gehört Juan Fernando Saldarriaga und er erntet hier mit 60 Erntehelfern die reifen Kaffeekirschen. Von der Farm aus gibt es faszinierende Ausblicke auf die Gebirgskette Los Farallones del Vitara, die bis zu 3.900 Meter hoch ist. Etwas weiter unten, auf einer Anbauhöhe zwischen 1.320 und 1.870 Metern wachsen die Kaffeepflanzen dieses Castillos. Geerntet werden diese jährlich zwischen September und Dezember. Im März treffen die Kaffeebohnen dann in Deutschland ein.“ (Quelle: Hoppenworth & Ploch)

Neugierig geworden? Dann seid ihr herzlich eingeladen, diesen vorzüglichen Kaffee zu probieren. Ob als Filterkaffee, als Espresso oder beides bleibt euch überlassen.

Wir sehen uns im Café.

PS: Ich konnte es natürlich nicht ganz sein lassen und habe eine Tüte anaerob aufbereiteten Kaffee aus Kolumbien mitbestellt. Also, falls das ein Thema sein sollte, seid schnell und sichert euch ein Tässchen.

Kenya Fermentation Microlot

Das klingt wie Musik in der Ohren des wahren Kaffeekenners… Dieses Mal gibt es einen Kaffee von Benjamin Pozsgai, seines Zeichens aktueller deutscher Röstmeister, von 2016/17 und drittplatzierter von 21 Teilnehmern der Weltmeisterschaft 2017 in China. Hut ab.

Um Benjamin kommt man in der deutschen Kaffeeszene nicht herum. Und so bin auch ich ihm schon das ein oder andere mal begegnet. Er taucht halt einfach auf so mancher Veranstaltung auf und ich muss sagen, dass diese Zusammentreffen immer sehr angenehm waren. Benjamin ist immer sehr offen und gesprächsbereit. Er gibt auch gerne sein Wissen weiter und redet einfach gerne über das braune Gold. Zuletzt war er bei Moxxa in Köln aktiv. Wie jeder Röster ist auch er jederzeit auf der Suche nach besonderen Bohnen. Dies ist ihm mit meiner Wahl zum Kaffee des Monats definitiv gelungen.

Fazenda California – Kenya Fermentation Microlot / Brazil lautet der genaue Name von diesem absolut raren Filterkaffee.

Benjamin Pozsgai beschreibt ihn folgendermaßen:
„Ein gewaschen aufbereiteter Kaffee aus Brasilien ist selten. Ein gewaschen aufbereiteter Kaffee im Stil, wie man in Kenia Kaffees aufbereitet, wohl eine echte Seltenheit. Doch letzten Endes ist es das Geschmackserlebnis, das mich überzeugt hat, diesen Kaffee für das neue „Microlot“ auszuwählen. Dieser Kaffee ist eine echte Empfehlung, da er nicht zuletzt offenbart, was man mit einer aufwändigen Aufbereitung des Kaffees im Ursprung geschmacklich alles erreichen kann.

Es gibt wirklich nur EINEN 30 Kg Sack davon, also haltet euch ran.

Geschmacksprofil: Hier schaffen es die Süße und das samtige Mundgefühl der brasilianischen Kaffees zusammen mit einer komplexen Fruchtnote von gelbem Steinobst in die Tasse. Sehr spannend und auch ein bisschen verrückt.“

Verrückt ist in diesem Fall gut und paßt zu uns. Sichert euch einen Schluck dieser Rarität und lasst euch überraschen. Wir sehen uns im Café auf einen weiteren spannenden, brasilianischen Kaffee. Erinnert ihr euch an den von onetake aus Hamburg? Der war auch mega…

Fire Finch

Diesen Monat zu Gast ist der aussergewöhnlich leckere FIRE FINCH von den FLYING ROASTERS aus BERLIN. Diese Rösterei hat sich folgendes auf die Fahne geschrieben: DIREKT – ÖKOLOGISCH – HOCHWERTIG – TRANSPARENT. Der Sommer neigt sich dem Ende zu, Grund genug, diesen wenigstens in der Tasse zu bewahren.

Ein großartiger, trocken aufbereiteter Äthiopier, der immer wieder mit seiner Fruchtigkeit und Ausgewogenheit begeistert.

100 % Äthiopien, Kooperative Taramesa, Arabica, natural

In der Tasse:
Mittlere Säure, Erdbeere und schöne Noten von Yasmin und Kakao. Sehr intensiv, cremig und süß.

Empfohlen für:
Der Fire Finch ist besonders gut für Siebträger geeignet, funktioniert aber auch im Handfilter oder in der French Press. Als Coldbrew kann ich ihn mir auch sehr gut vorstellen.

Der Rohkaffee des „Fire Finch“ kommt von Kooperative Taramesa aus Äthiopien.

Die Kooperative befindet sich in der Region Sidama, rund 300 km südlich der Hauptstadt Addis Abeba. Sie ist mit 2.330 Personen sehr mitgliederstark, jedoch bewirtschaftet eine Person durchschnittlich nur eine Fläche von 0,5 Hektar. Im Jahr 2014 hat die Kooperative drei Container Rohkaffee produziert und im Jahr 2015 bereits sechs. Die ProduzentInnen erhalten aktuell 12 Äthiopische Birr für ein Pfund roter Kaffeekirschen, im Jahr 2008 waren es 4 Birr.

Die Kooperative ist Teil des Verbunds SCFCU (Sidama Coffee Farmers Cooperative Union) – kurz Sidama Union. Da in Äthiopien der Kaffeehandel sehr verstaatlicht ist, ist es für uns nur möglich mittels der Sidama Union Verträge mit den Kooperativen abzuschließen. Die Sidama Union zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr transparent arbeitet und die Kooperativen technisch und finanziell unterstützt.

Höhe: 1.800 – 1.900 m
Anbaugebiet: District of Shebedino, Sidama
Verarbeitung: Arabica, natural, sonnengetrocknet, manuelle Ernte und Aussortierung

(Quelle: flying roasters)

Neugierig? Dann ab ins Café und den Kaffee des Monats bestellen….

Moin Brazil!

Dass es in Hamburg jede Menge spannende Orte rund ums Thema Kaffee gibt ist ja mittlerweile jedem bekannt. Letzte Woche konnte ich mich davon wieder einmal persönlich vor Ort überzeugen. Ich hatte mich schon vor meinem Besuch für diese Bohnen aus Brasilien von onetake coffee entschieden. Brasilianische Kaffees galten bis vor kurzem noch als relativ unspektakulär. Das hat sich nun deutlich geändert. Richtig spannende Sachen tauchen da auf dem Markt auf. Und das ist erst der Anfang. Eine ereignisreiche Zeit wirft ihre Schatten voraus. Eine dieser spannenden Röstungen hat nun Tolga zu verantworten. Ich dachte zuerst, das kann nicht sein, als ich den SITIO BELA VISTA probierte. Der Kaffee hat für mich Geschmacksmerkmale, die man sonst eher von kenianischen Sorten kennt. Wirklich sehr ungewöhnlich. Ich habe meinen Hamburgbesuch unter anderem dafür genutzt, Tolga einen Besuch bei onetake abzustatten. Es hat sich in jeglicher Hinsicht gelohnt. Ein sehr sympathischer, aufgeschlossener und kaffeebesessener Typ, der genau weiß was er will und wohin die Reise gehen soll. Ein Perfektionist im Bezug auf seine Arbeit mit langjähriger Erfahrung in der Branche.

„Wenn einer es nicht schafft, einen Kaffee so zu rösten, dass dieser gut genießbar auf den Tisch kommt, dann soll er es einfach lassen.“

Klare Worte, die meine volle Zustimmung finden. Die Qualität von Tolgas Bohnen konnten mich so sehr überzeugen, dass ich diverse Sorten vor Ort für euch bestellt habe. Unter anderem erwartet euch eine Ernte aus dem Kongo. Ein Kaffee der mich sprachlos gemacht hat, da ich so etwas in der Art zuvor noch nicht getrunken hatte… Im positiven, versteht sich.

„Brasilien schickt gerade jede Menge spannende Kaffees in den specialty Äther und wir konnten natürlich nicht widerstehen. Mit dem Red & Yellow Catuai ist Jose Leandor Romao ein Volltreffer gelungen. Steinobst und Schwarzer Tee im Geschmack, die Brasilien typische Cremigkeit und Vollmundigkeit dezent in den Hintergrund gestellt, einfach lecker und unaufgeregt im Abgang. Dieser Kaffee brilliert durch die leisen Töne, die in der Komposition so schön harmonieren.“

Light Roast – Sitio Bela Vista schmeckt wie Steinfrüchte und schwarzer Tee auf einem Markt in Marrakesch

Farmer: Jose Leandor Romao – Sitio Bela Vista
Region: Castelo – Espirito Santo, Brasilien
Varietät: Red & Yellow Catuai
Aufbereitung: Washed
Ernte: 2018 / 2019

Come over and grab your cup of ontakes‘ specialty coffees.

See ya, folks.